• Oralchirurg, was ist das …? Open or Close

    Der Oralchirurg hat sich auf einen Teilbereich der Zahnmedizin spezialisiert, auf die zahnärztliche Chirurgie. Er hat Zahnmedizin studiert und, je nach Bundesland, eine 3-4 jährige Weiterbildungszeit durchlaufen, um diese mit dem Titel "Fachzahnarzt für Oralchirurgie“ abzuschließen.

    Der Operationskatalog des Oralchirurgen umfaßt die operative Zahnentfernung, operative Weisheitszahnentfernung, chirurgische Endodontie wie zum Beispiel die Wurzelspitzenresektion, chirurgische Parodontisbehandlung, Behandlung dentogener Kieferhöhlenerkrankungen, Zahnfreilegungen, Korrektur von Lippen- und Zungenbändchen, Zystostomien und Zystektomien, der Bereich der Implantologie mit den dazugehörigen Knochenaufbauverfahren. Weiterhin ist der Oralchirurg erfahren in dem Gebiet der Mundschleimhauterkrankungen. Die Vorsorge, bzw. anstehende Biopsien dieses Gebietes werden häufig auch durch den Oralchirurgen durchgeführt. Hier arbeitet er eng mit dem Dermatologen zusammen.

    Da der Oralchirurg auf den chirurgischen Teil einer Behandlung spezialisiert ist, arbeitet er fast immer eng mit dem Prothetiker oder dem Kieferorthopäden zusammen.

    Schwere allgemeine Erkrankungen können auch eine Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, wie Kardiologie oder Onkologie, erforderlich machen. So macht zum Beispiel eine Tumorbehandlung durch Strahlentherapie im Kopfbereich eine Herdabklärung vorweg erforderlich. Diese wäre auch ideal vor Einsatz von Bisphosphonaten.

    Oralchirurgische Eingriffe können meist ambulant durchgeführt werden, egal ob in Lokalanästhesie oder Vollnarkose. Allgemeinerkrankungen und andere Umstände können aber eine stationäre Aufnahme erfordern. Dann werden Patienten meist in eine Klinik für Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie überwiesen.

  • Wie lange halten Zahnimplantate? Open or Close

    Zahnimplantate halten in der Regel ein Leben lang. Das Implantat geht in der Einheilphase eine sehr feste Bindung mit dem Knochen ein, die nicht mehr zu lösen ist. Dazu sind allerdings einige Voraussetzungen nötig:

    • Das Implantat muss von allen Seiten gut vom Knochen umschlossen sein, um problemlos einheilen zu können.
    • Zahnimplantate brauchen Pflege. Hier möchten wir Sie unterstützen. Auch Zahnimplantate und Zahnersatz sind gewissen Risiken ausgesetzt, wenn wir uns nicht um sie kümmern. Das Implantat kann zwar nicht von Karies befallen werden, aber Bakterien setzen sich an der Oberfläche des Implantates und am Zahnfleischrand festsetzen. Wird dieser Belag nicht regelmäßig und gründlich entfernt, entstehen Entzündungen rund um das Implantat – die sogenannte Periimplantitis.
    • Daher sollte mindestens alle 6 Monate eine spezielle Implantat-Reinigung im Rahmen der Prophylaxe und der Professionellen Zahnreinigung erfolgen.

    Die jährliche Nachsorge ist das Wichtigste für den lebenslangen Halt von Implantat und Zahnersatz, um einer Mukositis oder Periimplantitis an Ihrem Implantat vorzubeugen. Diese Form der Entzündung kann langsam dazu führen, dass der Knochen um das Implantat herum abgebaut wird. Der Knochenabbau kann wiederum zu einem vorzeitigen, unerwünschten Verlust des Implantates führen.

  • Was kostet ein Implantat? Open or Close

    Die Kosten variieren je nach Art des Implantats.

    Die Kosten variieren bei einer Implantation, ob ein Knochenaufbau notwendig ist oder nicht. Der Knochenaufbau ist immer dann notwendig, wenn deutlich zu wenig Knochen zum Implantieren vorliegt. Da der Knochenaufbau einen Extraaufwand darstellt, wird er zusätzlich berechnet. Somit können die Kosten für ein Implantat zwischen 1.500 und 2.500 € liegen.

    Auch erforderliche Provisorien können weitere Kosten verursachen.

    Wird beispielsweise direkt nach einer Zahnextraktion im vorderen Bereich ein Implantat gesetzt und im Anschluss gleich mit einem Provisorium versorgt, ist dies teurer als wenn ein Implantat im hinteren Zahnbereich zunächst ohne Provisorium eingesetzt wird. Die Kosten des Zahnersatzes sind nochmals abhängig vom Material.

  • Werden die Kosten für Implantate von der Krankenkasse übernommen? Open or Close

    Die privaten Krankenversicherungen und Zahnzusatzversicherungen zahlen Implantate. Da es sich bei Implantaten um Zahnersatz handelt, muss man in der Regel einen gewissen Anteil selbst bezahlen. Meistens ist dies prozentual geregelt und ein Bestandteil Ihres Versicherungsvertrages. Zahnersatz wird meistens zwischen 50% und 70% erstattet. Das heißt: Der Restbetrag muss von Ihnen selbst beglichen werden.

  • Beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse auch an den Kosten für Implantate? Open or Close

    Die gesetzliche Krankenkasse zahlt leider keine Implantate. Sie gibt jedoch einen kleinen Teil für die anschließende Kronenversorgung dazu. Dieser Teil ist ein Festzuschuss, der die gesetzliche Krankenkasse generell bei Kronen und Brücken gewährt.

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